Wie verändert Künstliche Intelligenz das Älterwerden? Welche Chancen eröffnet sie für Lebensqualität, Teilhabe und Versorgung – und wo liegen Risiken und ethische Grenzen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Fachtages „Smart altern?“, der am Freitag, 6. Februar 2026, in der Evangelischen Agentur (Archivstraße 3, Hannover) stattfindet.
Expert:innen aus Informatik, Ethik, Pflege und Seelsorge diskutieren die Auswirkungen von KI auf das Leben älterer Menschen. Mit dabei sind Dr. Karl Teille, Referent in der Evangelischen Agentur mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz und Ethik, Nadine Grages, Referentin für Qualität in der Pflege bei dem Diakonischen Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Achim Blackstein, Beauftragter für Digitale Seelsorge und Beratung in der Landeskirche Hannovers, Dr. Dagmar Henze, Referentin mit dem Schwerpunkt Alternde Gesellschaft in der Evangelischen Agentur sowie Anita Christians-Albrecht, Beauftragte für Altenseelsorge im Zentrum für Seelsorge und Beratung, auf deren Initiative der Fachtag zurückgeht.
Nach einer Einführung in Funktionsweisen, Möglichkeiten und Grenzen Künstlicher Intelligenz geht es unter anderem um den digitalen Ruhestand, den Einsatz von KI in Pflegeheimen, das Potenzial von KI in der Demenzversorgung, Chancen und Grenzen digitaler Seelsorge sowie um ethische Fragen rund um die sogenannte „Digital Afterlife Industry“. Im Zentrum stehen dabei grundlegende Fragen: Was bedeuten diese technologischen Entwicklungen für das Älterwerden? Wo lassen sich neue Wege für ein gutes Altern entdecken – und wo drohen Gefahren? Bleibt die Menschlichkeit gewahrt, wenn immer mehr Lebensbereiche von KI durchdrungen werden?
„Die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz eröffnet gerade für ältere Menschen neue Perspektiven und kann ihre Lebensqualität verbessern“, betont Henze. Intelligente Assistenzsysteme könnten den Alltag unterstützen, etwa bei der Medikamenteneinnahme oder durch Warn- und Notrufsysteme. „KI kann soziale Interaktion fördern und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen“, ergänzt Christians-Albrecht. Zugleich gelte es, Risiken und ethische Herausforderungen dieser Entwicklung kritisch in den Blick zu nehmen. „Mit dem Fachtag möchten wir eine informierte und verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit dem Zukunftsthema KI fördern“, so Henze.