Wie können Religionen unsere Demokratie stärken und welchen Herausforderungen müssen sie sich stellen? Am Mittwoch, den 3. Juni 2026, laden das Geistliche Zentrum Kloster Bursfelde und Abt Prof. Dr. Thomas Kaufmann zu den diesjährigen „Bursfelder Gesprächen“ ein. Die öffentliche Debatte in der Klosterkirche widmet sich dem spannungsgeladenen Verhältnis von Glauben, Traditionen und gesellschaftlicher Verantwortung.
Angesichts zunehmender demokratiefeindlicher Tendenzen, die sich nicht selten religiöser Traditionen bedienen, gewinnt die Frage nach der Rolle der Religionen in einem freiheitlichen Staat an Relevanz. Besonders im schulischen Religionsunterricht prallen oft sehr unterschiedliche Welten und politische Positionen aufeinander, was eine bewusste Einübung in demokratische Werte erfordert. Vor diesem Hintergrund bietet die traditionsreiche Veranstaltungsreihe eine Plattform, um über konstruktive Lösungsansätze und die demokratiefördernde Kraft des Glaubens zu debattieren.
Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr direkt in der Klosterkirche. Bereits um 18 Uhr sind alle Teilnehmenden herzlich eingeladen, am traditionellen Abendgebet des Klosters teilzunehmen.
Der Eintritt zu der gesamten Veranstaltung ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Hochkarätig besetztes Podium und offene Publikumsrunde
Im ersten Teil des Abends diskutieren renommierte Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis auf dem Podium:
- Prof. Mouhanad Khorchide, Münster
- Prof. Antje Roggenkamp, Münster
- Prof. Julian Strube, Göttingen
- Prof. Thomas Kaufmann, Göttingen (Abt des Klosters)
Im Anschluss an die Podiumsrunde wird das Mikrofon für das Publikum geöffnet. Alle Anwesenden sind ausdrücklich dazu eingeladen, Fragen an die Runde zu richten, eigene Impulse einzubringen und aktiv mitzudiskutieren.
Die „Bursfelder Gespräche über Wissenschaft und Religion“ finden einmal im Jahr statt. Sie verfolgen das Ziel, den interdisziplinären Dialog zwischen der Kirche und der Georg-August-Universität Göttingen gezielt zu vertiefen.