Der World Wildlife Day am 3. März 2026 erinnert daran, wie wichtig der Erhalt heimischer Arten ist. „Mit dem Schwerpunkt Klimafolgenanpassung richten wir unsere Arbeit stärker darauf aus, Biodiversität zu fördern“, erklärt Dr. Mona Holk Gharib, Teamleitung Umweltschutz in der Evangelischen Agentur der Landeskirche Hannovers. „Wir machen Artenvielfalt sichtbar und praktisch umsetzbar. Und wir verankern den Schutz heimischer Arten nachhaltig – auch über das Projekt ‚BiodiversitätsCheck in Kirchengemeinden‘ (BiCK) hinaus.“
Biodiversität als Grundlage für Gesundheit und stabile Ökosysteme
Biodiversität bildet die Grundlage für stabile Naturhaushalte, widerstandsfähige Ökosysteme und eine bessere menschliche Gesundheit. „Biologische Vielfalt zu erhalten heißt, Populationen zu schützen, Lebensräume zu bewahren und gezielt zu fördern“, so Gharib. „So bleibt das ökologische Gleichgewicht erhalten. Zwei zentrale Ursachen für den Artenschwund sind Flächenversiegelung und die Zerstörung von Lebensräumen. Auch der Klimawandel verändert die Lebensräume und Lebensweisen vieler Arten.“
Klimafolgenanpassung als Schwerpunkt der Arbeit
Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Klimafolgenanpassung. Dazu gehören Maßnahmen, die Biodiversität schützen und Artenvielfalt stärken. „So bleiben wichtige Ökosystemleistungen erhalten, etwa Bestäubung, Wasserhaushalt und Bodengesundheit“, erklärt Gharib. „Langfristig wird der Schutz heimischer Arten fester Bestandteil der Arbeit des Teams Umweltschutz – während der Laufzeit des BiCK-Projekts und darüber hinaus. Ziel sind nachhaltige Strukturen, die auch nach Projektende wirken. Gleichzeitig werden klimaresiliente kirchliche Flächen und Gebäude weiterentwickelt.“
Beispiele aus dem BiCK-Projekt
Kirchenflächen werden zu sogenannten Biodiversitäts-Hubs. Dort entstehen Blühflächen mit heimischen Pflanzen, Hecken werden angelegt und klimaresiliente Bäume gepflanzt. Das stärkt die Ökosysteme und verbessert die Umwelt. „Eine große Artenvielfalt erhöht die Widerstandskraft gegenüber Extremwetter und schützt zugleich die Lebensräume vor Ort“, erläutert Gharib. „Mehr Grünflächen und ein nachhaltiges Grünflächenmanagement fördern Bewegung, mentale Gesundheit und das Wohlbefinden der Gemeindemitglieder.“
Nachhaltige Strukturen durch Kirchengemeinden
Kirchengemeinden werden aktiv eingebunden. So entstehen dauerhafte Strukturen, die Artenschutz in den Alltag bringen – auch über das BiCK-Projekt hinaus. „Jede gemeinsam gepflegte Fläche ist Lebensraum und Lernort zugleich. Das ist wichtig für Jung und Alt. Gerade in Zeiten des Klimawandels ist der Schutz der heimischen Artenvielfalt von zentraler Bedeutung“, betont Gharib.