„Frauen machen Druck“ – Ausstellungseröffnung zum Equal Pay Day
Am 27. Februar eröffnet um 19 Uhr die Ausstellung „Frauen machen Druck“ in der Passerelle Hannover (Niki-de-Saint-Phalle-Promenade 33c). Zur Vernissage anlässlich des Equal Pay Day werden Künstlerinnen aus Hannover und Dresden anwesend sein. Die musikalische Gestaltung übernimmt die Jazzharfenistin Rebecca Hempel. Ein Grußwort spricht Aytem Bense von frau und beruf, Hannover. Durch das Programm führen Annelies Bruhne, Referentin im Team Arbeit und Wirtschaft, und Dr. Simone Liedtke, Referentin im Team Kunst und Kultur der Evangelischen Agentur der Landeskirche Hannovers.
Die Ausstellung eröffnet die Veranstaltungsreihe „Frauen und Geld“. Vor diesem Hintergrund setzen sich Frauen aus der Kulturhauptstadt Chemnitz, aus Dresden sowie Künstlerinnen aus Niedersachsen mit dem Thema Geld auseinander. Entstanden sind neu gestaltete Geldscheine, die Frauen sichtbar machen, deren Leistungen in Geschichte, Forschung, Kunst oder Gesellschaft oft übersehen wurden oder die für die Künstlerinnen persönlich eine besondere Bedeutung haben.
„Noch immer werden Frauen im Erwerbsleben benachteiligt. Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Zeitpunkt, bis zu dem Frauen länger arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern des Vorjahres zu kommen. Mit dem Projekt ‚Frauen machen Druck – Kunstblüten der Kreativen Werkstatt Dresden e. V.‘ wird die Öffentlichkeit mit den Mitteln der Kunst für diesen Missstand sensibilisiert“, sagt Susanne Paul, Beauftragte für Genderfragen der Landeskirche Hannovers und Referentin mit Schwerpunkt Evangelische Frauen* in der Evangelischen Agentur. Bruhne ergänzt: „Besonders spannend ist dabei auch die Frage der Sichtbarkeit von Frauen.“ Liedtke betont: „Wir freuen uns sehr, dass wir die Ausstellung, die bereits in der Kulturhauptstadt Chemnitz gezeigt wurde, nach Hannover holen konnten. Sie ist ein Highlight unserer Reihe ‚Frauen und Geld‘.“
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Kreativen Werkstatt Dresden e. V., die derzeit auch eine weitere Ausstellung in Leipzig vorbereitet. Ergänzt werden die Arbeiten durch Geldscheine mit regional bedeutenden Frauen aus Niedersachsen.
Veranstaltungsreihe „Frauen und Geld“
Eine Schreibwerkstatt zwischen Finanzkonfetti, Pay Gap Poetry und Geldgeschichten. Zwischen ETFs der Emotionen und Stopp Loss Orders gegen Sexismus erfinden wir Mutterschutz-Anleihen und Dividendendialoge, Carecoins und andere feministische Kryptowährungen.
In einer kreativen Schreibwerkstatt machen wir uns auf die Suche nach feministischen Rechenfehlern und dem Versprechen von Equal Pay.
Vorwissen ist nicht nötig, Neugier und Freude am kreativen Spiel genügt.
Termin: Donnerstag, 26. Februar, 17 bis 20 Uhr
Ort: digital
Leitung: Friederike Goedicke
Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos.
In der Reihe „Frauen und Geld“ öffnet am 27. Februar, am Equal Pay Day, die Ausstellung „Frauen machen Druck“.
In der Kulturhauptstadt Chemnitz und in Dresden haben sich Frauen künstlerisch mit dem Thema „Frauen und Geld“ auseinandergesetzt. Sie gestalteten neue Geldscheine – mit vergessenen Frauen als Motiv, die Besonderes in Forschung, Geschichte oder Kunst geleistet haben oder die für die Künstlerinnen selbst eine Bedeutung haben.
Künstlerinnen aus Niedersachsen haben weitere Scheine mit regional bedeutenden Frauen gestaltet. Bei der Eröffnung werden auch Künstlerinnen anwesend sein. Am 8. April findet die Finissage statt.
Ort: Niki-de-Saint-Phalle-Promenade 33c, Hannover
Leitung: Laura Bekierman, Annelies Bruhne, Simone Liedtke und Susanne Paul
Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos.
Bei Fingerfood, Wasser und Wein geht es um Frauenstimmen, die sich zum Thema „Frauen und Geld“ erheben. Moderiert von Annie Heger, begleitet von der wunderbaren Musik von Agnes Hapsari und Charlotte Joerges, mit einigen Kunstblüten aus der Ausstellung „Frauen machen Druck“ und Frauen, die etwas zu sagen haben.
Termin: Dienstag, 3. März, 18 Uhr
Ort: Marktkirche Hannover
Leitung: Laura Bekierman, Annelies Bruhne, Simone Liedtke und Susanne Paul
Kosten: 15 Euro
„Tradwife“ ist eine Kurzform für „traditional wife", ein Rollenbild, das Frauen als Hausfrau und Mutter glorifiziert. Vielen erscheint dieses Modell antiquiert, von rechtsextremen Kräften wird es propagiert. Das Podium hinterfragt dieses Rollenbild.
Zeigt das Bild Spuren von Widerstand, die nicht rechtskonservativen Kräften zugutekommen? Was ist zu „Tradwives“ und anderen Rollenbildern theologisch zu sagen? Wie sollten Frauen* sich finanziell absichern? Auf dem Podium sitzen eine Theologin, eine Familienanwältin und eine Finanzfrau. Moderiert wird das Podium von Mirko Peisert, Direktor der Evangelischen Agentur.
Ort: Lutherkirche Hannover (An der Lutherkirche 12, 30167 Hannover)
Leitung: Laura Bekierman, Annelies Bruhne, Simone Liedtke und Susanne Paul
Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos.