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Susanne Paul
Susanne Paul

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0511 1241-424

Das Projekt „Maybe Baby“ umfasst professionell begleitete Seminare und Veranstaltungen. Das Format ermöglicht es, sich ergebnisoffen mit der Frage „Will ich ein Kind?“ zu beschäftigen und in den Austausch mit Personen in der gleichen Situation zu treten. 

FLINTA – also Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen – geraten bei der Frage nach einer möglichen Mutterschaft schnell unter Druck. Zum einen bedeutet Elternschaft oft eine enorme zusätzliche Care-Arbeit und Mehrbelastung. Zum anderen gilt Mutterschaft gesellschaftlich häufig noch als die Erfüllung des Frauseins. Die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie erzeugt zudem hohe Ansprüche an Karriere, Fürsorge und Optik.

Mutter- und Elternschaft sind heute keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern ein bewusster Aushandlungsprozess. Das Projekt bietet für diesen Entscheidungsprozess einen geschützten und ergebnisoffenen Raum.

Kooperationspartner:innen

Das Projekt „Maybe Baby“ wurde von den Evangelischen Frauen in Hessen-Nassau konzipiert. Dieses Angebot der Evangelischen Frauen* und des Landesjugendpfarramtes der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers findet in Kooperation mit der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen statt.

Seminare und Veranstaltungen

16.9.2026, 18:30 - 20:30 (digital) „Was heißt eigentlich Mutter sein heute?“

Mutter sein und Mutter werden ist mit so vielen unterschiedlichen Erwartungen verbunden. Woher kommt unser Mutterbild? Warum hadern manche Menschen damit, auf das Muttersein reduziert zu werden? Und warum kann es trotz aller Auseinandersetzungen mit dem Mutterbild sinnvoll sein, sich bewusst als Mutter zu bezeichnen? Diese und andere Fragen diskutieren

Dr. Eva-Maria Schmidt, Wien. Sie hat am Institut für Soziologie an der Uni Wien an der Studie  „NorM - Normen rund um Mutterschaft“ mitgeforscht.

N.N., Regenesa (Mutter-Kind-Kuren)

Ina Jäkel, berufstätige Mutter von vier Kindern

Josephine Teske, berufstätige alleinerziehende Mutter von zwei Kindern

Moderation: Miriam Heuermann, Landesjugendpastorin in der Landeskirche Hannovers

2.11.2026, 18:30 - 20:30 (digital) „Workshop: Will ich ein Kind?“

Dieser Workshop gibt die Möglichkeit, der Kinderfrage mit allen Facetten nachzugehen und den eigenen Gefühlen und Gedanken – für ein Leben mit oder ohne Kind – Raum zu geben. Es geht darum, innere Bilder zu entdecken, Botschaften aufzuspüren, die nicht guttun. Es geht um Loslassen und Entwicklung, mehr Klarheit und darum, Verbündete kennenzulernen, die sich mit ähnlichen Fragen beschäftigen. Was ist deine Vision für dein Leben? Wo stehst du gerade? Was ist dir wichtig? Wo möchtest du hin?

Eva Zimmermann (Dipl. Sozialarbeiterin [FH], systemische Beraterin, Supervisorin)

Sarah Eßel (Referentin Frauenarbeit EFHN)

Susanne Paul, Evangelische Frauen* in der Evangelischen Agentur der Landeskirche Hannovers

22.02.2027 18:30 - 20:30 (digital) „Queer Parenting: Care-Arbeit queer denken“

Kinder verändern alles – gerade die Care-Arbeit kommt eine große Schippe oben drauf und viele Paare rutschen dann schnell in Rollenklischees. Aber wie ist das für queere Eltern und Familien? Geschlechterstereotype werden oft schon grundsätzlich hinterfragt, weil es meist nicht klassisch Mutter-Vater-Kind gibt, stattdessen bestehen andere Familienkonstellationen und Support-Netzwerke. Was bedeutet das alles für die Aufteilung der Care-Arbeit, wenn Kinder dazu kommen?

In unserem Workshop erforschen wir, wie Care-Arbeit in queeren Lebensentwürfen gestaltet und geplant werden kann. In romantischen Beziehungen, in Freund*innennetzwerken oder als Einzelperson. Welche Fragen helfen, eigene Wünsche zu klären? Wie gelingt ein gutes Gespräch mit dem eigenen Umfeld?

Wie immer geht es auch darum, sich mit Menschen in der gleichen Situation auszutauschen. Eingeladen sind queere Menschen, die sich mit der Frage nach und dem Leben mit Kind(ern) auseinandersetzen wollen.

26.04.2027 18:30 - 20:30 (digital) „Kinder im Leben: Alternative Wege zur Elternschaft“

Ein Leben ohne eigenes Kind heißt nicht automatisch, ein Leben ohne Kinder zu führen: Der Online-Workshop richtet sich an Menschen, die (noch) keine Kinder haben, aber trotzdem den Wunsch haben, Zeit mit einem Kind zu verbringen und eine Rolle in dessen Leben zu übernehmen.

Der Workshop möchte  ausgehend von der christlichen Idee der Pat:innenschaft und der Fragestellung „Wie können FLINTA* Beziehungen zu Kindern abseits der traditionellen Elternschaft gestaltet werden?“ mit den Teilnehmenden diskutieren und ins Gespräch kommen. Zudem werden Impulse zu alternativen Modellen aufgezeigt. So können z.B. Freund:innen – eine mit, eine ohne Kind – in diesem Workshop diese Fragen miteinander klären.

23.06.2027 18:30 - 20:30 (digital) „Eltern werden – aber gleichberechtigt? Equal Care von Anfang an mitdenken“ - Workshop für Elternpaare

Was bedeutet es eigentlich, Eltern zu werden – und dabei gleichberechtigt zu bleiben? Viele Paare wünschen sich eine faire Aufteilung von Fürsorgearbeit. Doch im Alltag zeigt sich schnell: Alte Rollenbilder, unausgesprochene Erwartungen und Mental Load stehen dem oft im Weg. In diesem interaktiven Online-Vortrag schauen wir gemeinsam darauf, wie gleichberechtigte Elternschaft von Anfang an bewusst gestaltet werden kann – nicht erst im Alltag mit Kind, sondern schon viel früher.

Gemeinsam werfen wir einen Blick auf: 

• typische Herausforderungen rund um Care-Arbeit und Mental Load,

• gesellschaftliche Prägungen und Rollenbilder, die unsere Vorstellungen

beeinflussen,

• konkrete Impulse, wie Verantwortung frühzeitig fairer gestaltet werden kann.

Die Teilnehmenden reflektieren ihre eigenen Erwartungen und kommen miteinander in den Austausch. Gleichzeitig erhalten sie praxisnahe Impulse und Strategien, um frühzeitig in eine partnerschaftliche Aufteilung zu finden – und diese auch langfristig zu gestalten. Für alle, die Eltern werden wollen – und dabei nicht in alte Rollen zurückfallen möchten.

2.10.2027, 10 - 17 Uhr (Hanns-Lilje Haus, Hannover) Workshop: „Leben ohne Kinder“

Ein Workshop für Menschen ohne Kinder: In vielen Bereichen der Gesellschaft und der Kirche wird das Elternsein als „normal“ betrachtet. Doch immer mehr Menschen haben aus unterschiedlichen Gründen keine Kinder. Häufig wird nur auf die Einschränkungen oder Verluste dieser Lebensform geschaut – die Chancen, die sich daraus ergeben, bleiben jedoch oft unbeachtet.

In diesem Workshop wollen wir beides betrachten: Wir sprechen über die Herausforderungen und Begrenzungen, die diese Lebensweise mit sich bringt und wir schauen auf die besonderen Möglichkeiten und die positiven Seiten, die ein Leben ohne eigene Kinder bietet – sowohl für uns selbst als auch für andere. Alle Menschen ohne Kinder sind eingeladen, unabhängig von Geschlecht, Alter, in allen Lebenssituationen und Beziehungskonstellationen.