Das Magazin „unterwegs zu menschen“ enthält aktuelle Themen für Ehren- und Hauptamtliche aus der aufsuchenden Gemeindearbeit.
Die Themen werden grundsätzlich behandelt und durch biblische, theologische, psychologische und soziologische Impulse für den Besuchsdienst ergänzt. So geht es um Herausforderungen, mit denen Besuchende direkt oder indirekt konfrontiert werden, wie zum Beispiel an fremden Türen zu klingeln und in unterschiedlichen Lebenssituationen hilfreiche Gespräche zu führen. Weitere Themen sind unter anderem Spiritualität, Glaube im Gespräch, Trauer und Trost, Einsamkeit, Demenz oder Umgang mit Parolen. Fallbeispiele und alltägliche (Besuchs-)Situationen liefern viele praktische Hinweise.
Fünf evangelische Landeskirchen der EKD verantworten das Magazin. Aus jeder von ihnen arbeiten Pastor:innen, Diakon:innen und interessierte Ehrenamtliche im Redaktionsteam mit.
Das Magazin ist in erster Linie für Menschen gedacht, die in der Besuchsdienstarbeit ihrer Kirchengemeinden aktiv sind. Durch die Breite des thematischen Spektrums eignet es sich auch für Ehren- und Hauptamtliche, die am jeweiligen Thema interessiert sind.
Das Heft erscheint zweimal jährlich.
Aktuelle Ausgabe: „Wir I Ihr I Die“
In Politik, Psychologie, Soziologie und Religion haben die Begriffe „Wir-Ihr-Die“ und die mit ihnen verbundene Zuschreibung von Zugehörigkeit oder Ausschluss eine starke Wirkung. Sie beeinflussen, wie wir denken, entscheiden und miteinanderleben.
Psychologisch zeigt diese Dreiteilung, dass Menschen sich nach Sicherheit und Zugehörigkeit sehnen. Besonders in Krisenzeiten wird das deutlich.
Gruppen, die sich als ‚Wir‘ sehen, grenzen andere aus. Soziologisch geht es um Macht: Das ‚Wir‘ hat Vorteile, das ‚Ihr‘ soll sich anpassen, das ‚Die‘ wird oft ausgeschlossen.
Auch in der Religion gibt es Spannungen: Zwar betonen viele Glaubensrichtungen, dass alle Menschen gleich sind – doch manchmal wird der Glaube so verstanden, dass er trennt statt zu verbinden.
Die große Aufgabe ist es, das ‚Wir‘ offen und einladend zu gestalten – gerecht und mit Mitgefühl. In einer Welt, die immer gespaltener wirkt, ist es wichtig, über diese Begriffe nachzudenken.
Denn die Benutzung von ‚Wir – Ihr – Die‘ entscheidet, ob wir Brücken bauen oder Mauern errichten. Diese Ausgabe von „unterwegs zu menschen“ widmet sich diesem wichtigen Thema.