Der Finsternis nicht das letzte Wort lassen!

Weihnachstgruß
Bild: Klaas Grensemann

„Was ist christlich?“

 

Die Feuilleton Redakteurin der Wochenzeitung DIE ZEIT Elisabeth Thadden antwortet auf die Frage schlicht: Der Finsternis nicht das letzte Wort lassen!

 

Ihre Worte begleiten mich in diesen dunklen Tagen.

Angesichts all der bedrückenden und bedrohlichen Entwicklungen, angesichts der Gefährdungen von Demokratie und Pluralität. Da ist es eine echte Versuchung, der Dunkelheit das letzte Wort zu geben, sich zurückzuziehen und abzufinden, die Hoffnung aufzugeben.

 

Der Finsternis nicht das letzte Wort lassen!

Ich höre ihre Antwort auch aus dem alten Lied Marias heraus: „Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen.“

Sie klingt auch in den Worten des Propheten an: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Land, scheint es hell. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben!“

 

Der Finsternis nicht das letzte Wort lassen!

Das ist der Sound von Weihnachten, der weihnachtlich bewegten Menschen.

Derer, die auch im Kleinen schon das Große erahnen,

die den Gesprächsfanden trotz allem wieder aufnehmen,

die hinter der Maske der Stärke die Sehnsucht erkennen,

die in der Kälte einer Beziehung ein gemeinsames Anliegen finden,

und in der verfahren Debatte die Kompromisslinie.

 

Ich glaube, genau darauf kommt es heute an: Sich die Hoffnung zu bewahren, die Zuversicht, das Licht im Herzen. Und nicht dem Misstrauen, den Vorurteilen, der Dunkelheit das letzte Wort zu lassen. Das wäre tatsächlich christlich für mich und das wäre Weihnachten für mich.

 

Ich wünsche Ihnen für die kommenden Festtage und für das neue Jahr,

im Blick auf alle Arbeit, die wartet,

den Debatten und Sitzungen, die anstehen,

ein weites Herz,

eine starke Hoffnung

und Gottes weihnachtlichen Segen!

 

Ihr Mirko Peisert