Zum Tag der Befreiung von nationalsozialistischer Gewaltherrschaft nimmt Felix Paul, Beauftragter für Friedensfragen der Landeskirche Hannovers, Bezug auf die aktuelle Friedensdenkschrift der EKD und die historische Verantwortung der Kirchen.
Felix Paul sagt: „‚Welt in Unordnung‘ – so der Anfang des Titels der EKD-Friedensdenkschrift 2025. Findige Menschen haben direkt einen historischen Bezug zu Tage gefördert. Die Unordnung der internationalen Welt, beschrieben vom Ökumenischen Rat der Kirchen in seiner Erklärung von 1948. Darin heißt es weiter: ‚Aber ist der Krieg erst einmal ausgebrochen, dann wird Gewalt in einem Ausmaß angewandt, das die Grundlage des Rechts zu zerstören droht.‘ Aufgrund der Erfahrungen zweier Weltkriege dürfe Krieg nach Gottes Willen nicht sein.
Einer der viel zitierten Sätze in unseren Kirchen. Mit dem Konzept des gerechten Friedens wollen die Kirchen dem folgen, Hoffnung bieten und Alternativen aufzeigen. In Friedensorten, in Gemeinden, in Gesprächsrunden.
In einer Welt, die nie in Ordnung war, allerdings zentrale Glaubenssätze über Kooperation und Werte bot, suchen wir weiter nach Orientierung und erinnern uns, dass es auch unerwartete Wendungen geben kann.
Immer in Gedenken an die Opfer kriegerischer Gewalt. In Erinnerung an das Leid, was autoritäre Systeme zu Tage fördern und in tiefster Solidarität mit Betroffenen von Flucht, Gewalt und Krieg.“